Beschreibung Der Verein Menschen für Frauen e.V. wurde 2008 von Prof. Dr. med Jürgen Wacker gegründet, der am Krankenhaus Dori, im Norden von Burkina Faso von 1956 – 1988 als Entwicklungshelfer gearbeitet hat. Danach war er Ende 1989 zwei monate an der medizinischen Fakultät der Universität von Ouagadougou tätig.

Das Ziel des Vereins ist es, Frauen, die unter den Folgen von Geburtsverletzungen wie Blasenscheidenfisteln, Gebärmuttervorfall, genitalen Verstümmelungen etc. leiden, medizinische, menschliche und soziale Hilfe zukommen zu lassen. Zudem soll medizinisches Personal, welches die Erkrankungen der Frauen erkennen und behandeln kann, wie Dorfhebammen, staatlich ausgebildete Hebammen, Pflegekräfte und Ärzte, weitergebildet werden. Seit 1986 besteht eine intensive Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen in Burkina Faso. Prof. Wacker und sein Team haben jedes Jahr einige Wochen in verschiedenen Krankenhäusern im Land verbracht und operative Hilfe geleistet.

Der Verein plant in Burkina Faso ein kleines operatives Zentrum einzurichten, um dies in dortige ärztliche Hände zu geben. Mittlerweile wurde ein Arzt aus Burkina Faso im Krankenhaus in Bruchsal, dem Wirkungskreis von Prof. Dr. Wacker, geschult und auf diese Aufgabe vorbereitet. Ein örtliches Architekturbüro und ein örtlicher Bauunternehmer wurden mit den bauvorbereitenden Arbeiten, für dieses kleine Hospital, beauftragt.

Prof. Wacker hat sich an den Verein Architekten über Grenzen mit der Bitte gewandt, den derzeitigen Planungsstand im Hinblick auf funktionale Abläufe insbesondere im OP-Bereich und der Sterilisation zu begutachten.

Bei einem Workshop in Deutschland mit allen Beteiligten konnte die Planungen vorangetrieben werden. Der Grundriss wurde durch Schaffung eines internen OP-Flures umsortiert. Ein klar definierter Austauschbereich für Patienten, Personal und Güter und eine funktionale räumliche Gliederung der kleinen Sterilisation konnte gemeinsam entwickelt werden.
Es war geplant, dass das Projekt aufgrund der Ergebnisse dieses Workshops von Burkina Faso aus weiterentwickelt wird. Aufgrund einer längeren Erkrankung der Architektin wurde unser Büro gebeten, die Planung der Sanitär- und Elektrotechnik im Detail vorzunehmen. Zusammen mit einem Mitglied des Vereins Menschen für Frauen mit dem Schwerpunkt Elektrotechnik, und weiteren Fachingenieuren, wurden mit unserem Team die entsprechenden Planungen erarbeitet und ins Französische übertragen.

Bei einem Besuch vor Ort wurde die Planung mit dem örtlichen Bauunternehmer und verschiedenen ausführenden Firmen im Detail besprochen. Vom Verein Architekten über Grenzen wurden dankbarerweise die Flug- und Tagegeldkosten übernommen.

Vor Ort war bereits vor unserem Besuch der Rohbau (auf der Grundlage der besprochenen Pläne) erstellt. Neben intensiven Behördenbesuchen, Gesprächen mit Ämtern und künftigen Projektpartnern und einer Audienz beim Moro Naaba, dem König der Mossi, der dem Verein das Grundstück zur Verfügung stellt, haben aufwendige Gespräche – oft über viele Stunden – mit den bereits erwähnten Partnern stattgefunden, die durch die perfekten französisch Kenntnisse eines Mitglieds des Vorstandes problemlos übersetzt werden konnten.

Es war uns wichtig, die Genehmigungsbehörden frühzeitig in das Projekt einzubinden. Insbesondere mit der Direction de la Formation des Politiques haben Gespräche sowohl an der Baustelle als auch im dortigen Büro stattgefunden. Wir waren sehr überrascht, dass der Vertreter des Ministeriums – ein Architektenkollege – unsere geplanten OP-Fenster völlig in Frage gestellt hat. Neben hygienischen Bedenken war die große Sorge, dass Angehörige versuchen könnten, sich die Nase am Fenster platt zu drücken, wenn ihr Familienmitglied operiert wird. Daher sein Votum, auf jeden Fall den OP ohne Fenster zu bauen. Nachdem unsere Argumente, auch den Mitarbeitern im OP einen Außenbezug zu geben, den Kollegen überrascht hat, schloss sich eine intensive Diskussion mit dem Ergebnis an, es werden Fenster gebaut, nicht öffenbar, im unteren Bereich foliert. Möglicherweise der erste Neubau eines OP’s in Burkina Faso mit Fenstern.

Noch nicht gelöst ist das Problem der nicht öffenbaren Fenster auch unter dem Aspekt der Konzentration von Narkosegasen usw. Eine Narkosegasabsaugung ist derzeit im Land noch völlig unbekannt. Da wir aus finanziellen Gründen maximal eine Kühlung vorsehen können, wird es noch eine Herausforderung sein, kreative Lösungen der Be- und Entlüftung unter Einhaltung der Vorgaben des Landes zu finden. Erfreulicherweise hat das Büro des Ministeriums unsere Pläne mittlerweile schriftlich freigegeben. Ein enger Kontakt während der Ausführung wurde vereinbart.

Nach intensiven Tagen vor Ort wurde verabredet, dass die verantwortliche Umsetzung des Projektes in die Hände der Fachleute vor Ort zurückgehen sollte und wir beratend, begleitend zur Seite stehen sollten.

Wir haben dann noch von Deutschland aus viele Details geklärt, wie zum Beispiel die Aufhängung der OP-Leuchte, die Montage und Installation der Kühlgeräte, die Rutschfestigkeit der Fliesen im OP und vieles mehr.

Leider konnte die Euphorie und der Schwung, den wir gemeinsam vor Ort dem Projekt eingeben konnten, nach unserer Abreise nicht voll aufrechterhalten werden. Durch die erneute Erkrankung der Kollegin aus Burkina Faso ist der Verlauf derzeit nur schleppend. Wie sich dadurch unser Einsatz künftig gestalten wird, ist noch nicht eindeutig geklärt, die Bauleitung kann von Deutschland aus leider nicht erbracht werden.

Wir hoffen, dass es trotzdem gelungen ist, dem Gebäude, unter Beachtung der örtlichen Verhältnisse und Möglichkeiten, Funktionalität einzugeben, und Unterstützung insbesondere bei der Planung der haustechnischen Installationen zu leisten.

Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern, Freiburg
Mutterhauskirche der Barmherzigen Schwestern, Freiburg
St. Carolushaus, Freiburg
St. Ludwig, Malteserschloß Heitersheim
Kinder- und Jugendpsychatrie, St. Elisabethen Krankenhaus Lörrach
SALEM School of Nursing, Uganda
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Neubau OP- und Bettengebäude einer Frauenklinik in Ouagadougou, Burkina Faso

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