Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern, Freiburg
Mutterhauskirche der Barmherzigen Schwestern, Freiburg
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St. Carolushaus, Freiburg

carolushaus
Auftraggeber Orden der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul, Freiburg

Nutzung 100 vollstationäre Pflegeplätze in 8 Wohngruppen
15 Plätze für Wachkomapatienten (apallisches System)
Wohneinheit für Ordensschwestern
Begenungsstätte;
Tiefgarage (71 Plätze)

Fläche ca. 7.740 m² Nettogrundfläche (NGF
ca. 5.130 m² Nutzfläche (NF)
ca. 9.270 m² Bruttogrundfläche (BGF)

Fertigstellung Inbetriebnahme September 2012

Leistungen BPS Fortführung der Leistungen der PEG GmbH

Beschreibung Pflegekonzept
Der Neubau des St. Carolushauses mit 115 vollstationären Plätzen stellt sowohl mit dem Betreuungskonzept als auch architektonisch ein Novum dar.

In acht Wohngemeinschaften mit 10-13 Bewohnern und einer Wohngemeinschaft für Menschen im Wachkoma mit 15 Bewohnern werden individuelle Versorgung und Betreuung anhand des Normalitätsprinzips angeboten. Das Ziel dieser Betreuung ist die Einbindung des Bewohners in den Alltag, die somatische Pflege rückt dabei
in den Hintergrund. Die kleine Gruppengröße fördert die Intimität und das gesellige Miteinander. Bewohner, Angehörige, freiwillige Helfer und Mitarbeiter werden einander vertraut. Dies erleichtert die Integration von schwerst pflegebedürftigen Bewohnern.

Die vollständige Abkehr von bisherigen zentralen Versorgungsprinzipien ist gewollt und bedeutet einen Paradigmenwechsel. Alle Arbeitsabläufe werden dezentral organisiert. Der Mittelpunkt der Wohngemeinschaften sind die hellen Wohn- Essbereiche. Hier wird gekocht, gegessen, gesungen, gelesen und gelebt. Die Bewohner können sich je nach vorhandenen Fähigkeiten und je nach Wünschen an den einzelnen Alltagsaktivitäten beteiligen. Die Möglichkeit zum Rückzug bleibt indes stets individuell erhalten. Jeder Bewohner kann selbstverständlich den Tag auch in seinem Zimmer, dem ein eigenes kleines Bad zugeordnet ist, verbringen. Etliche Terrassen und der Garten laden zum Verweilen ein.

Die Bewohner werden rund um die Uhr von speziell geschulten Pflegefachkräften, Alltagsbegleitern und Betreuungskräften unterstützt und betreut. Gut eingebunden im Quartier durch die Begegnungsstätte der Einrichtung, bleiben Kontakte im sozialen Netz und durch die Kapelle zu den Kirchengemeinden lebendig.

Die städtebauliche Idee
Die neue betriebliche Konzeption hat die Entwurfsidee stark beeinflusst. Im Hinblick auf die schnell wechselnden Parameter im Sozial und Gesundheitswesen, wurde eine Lösung gesucht und gefunden, die zwei Gebäudeteile mit jeweils separater Erschließung unter einem Dach mit einem zentralen Eingang vereint – verbunden durch eine Mittelspange. Jeweils in der linken und rechten Hälfte befinden sich die Wohngemeinschaften. Es sollte so dem Bau ein hohes Maß an Flexibilität und Variabilität sowohl im Mikro- als auch im Makrobereich eingegeben werden.

Der auf dem Grundstück gegenüber dem Mutterhaus, der Mutterhauskirche und dem bestehenden St. Carolushaus winkelförmig angelegte 7-geschossige (1 Untergeschoss mit Tiefgarage und 6 Obergeschosse) entstandene Neubau folgte dieser Vorgabe. So entstanden entlang der Habsburgerstraße Grünflächen mit Vorfahrt und Kurzzeitstellplätzen im Bereich des Haupteinganges, der an zentraler Stelle im Bezug auf die beiden Vertikalerschließungselemente mit Aufzug und Treppenhaus angeordnet ist. Die Anlieferung sowie die Ein- und Ausfahrt zu der im östlichen Bereich des Grundstücks unterhalb des Gartens angelegte
Tiefgarage mit 71 Stellplätzen erfolgt von der Deutschordenstraße.

Die Eingangshalle ist nicht nur Verteiler sondern auch Aufenthaltsbereich für Angehörige und Bewohner mit direktem Bezug sowohl zur Habsburgerstraße als auch zum Garten.

Im Erdgeschoss befindet sich neben der Verwaltung ein Mehrzwecksaal, sowie das zentrale Bewohnerbad, ein Wohnbereich für vier Ordensschwestern sowie Nutzungen, die den Bewohnern und der Nachbarschaft des Quartiers in Form einer Begegnungsstätte mit Außenbereich und barrierefreiem Zugang zugänglich sind und einen ersten Kontakt mit dem Haus ermöglichen sollen. Die am Eingangsbereich Deutschorden- und Habsburgerstraße angeordnete Kapelle stellt die Korrespondenz zur Mutterhauskirche – auf der anderen Seite der Habsburgerstraße – her.

Im 1. bis 3. Obergeschoss sind jeweils zwei Wohngemeinschaften für 13 Bewohner angeordnet. Im 4. Obergeschoss befinden sich eine Wohngruppe für 12 Bewohner und eine weitere Wohngruppe für 10 Ordensschwestern.

Sämtlichen Wohngruppen liegt das bauliche Konzept einer häuslichen Wohnung zugrunde. So gibt es die eigene „Wohnungseingangstüre“, die in einen Flur mündet, ein Esszimmer mit offener Küche – so ausgestattet, dass auch Bewohner sich aktiv beteiligen können – und einen Wohnteil mit Couch und Fernsehecke.

Um diesen zentralen Punkt entwickeln sich die Bewohnerzimmer mit den zugeordneten Bädern – um in der Sprache der Wohnung zu bleiben – als Schlafzimmer, die natürlich auch für immobile Bewohner den eigenen Lebensraum bilden. Es sollten helle, lichtdurchflutete Flure, Aufenthaltsbereiche und Zimmern mit viel Tageslichtbezug entstehen, die eine gute Orientierung für die Bewohner ermöglichen. Die Zimmer erhielten tiefe Brüstungen, die den Ausblick sowohl aus dem Rollstuhl als auch aus dem Bett ermöglichen. Helle Möbel, die durch persönliche Ausstattung ergänzt werden können, schaffen eine freundliche Atmosphäre. Auch die Deckengestaltung der Zimmer unterstreicht das architektonische Gesamtkonzept, das durch den Einsatz von Farbe, Licht und Außenbezug zum Wohlbefinden der Bewohner beitragen soll. Jeweils zwischen den beiden Wohnbereichen pro Geschoss befinden sich die Dienst- und Nebenräume.

Im zurückspringenden Dachgeschoss (5. OG) sind in einer weiteren Wohngemeinschaft 15 Menschen im Wachkoma untergebracht. Große, begrünte Dachterrassen bieten die Möglichkeit von geschützten Außenbereichen. Für die Betreuung dieser Personengruppen wurde der Zimmerbaustein und das zugehörige Bad individuell ausgebildet.

Die großzügigen, natürlich belichteten Flure dienen neben einem Mehrzweckraum mit Küchenzeile für die Patienten und die Angehörigen als Aufenthaltsbereiche.
Ein umfangreiches und differenziertes -Freiraumangebot steht den Bewohnerinnen und Bewohnern zur Verfügung.

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